In der Nacht zuvor hatte es geregnet. Der Waldboden dampfte, das Buschwerk leuchtete in saftigem Grün. Das Gurgeln des Flusses wurde immer weniger, je weiter wir in das Hochtal hineinkamen. Ein sanfter Wind bewegte die Gräser und Blumen am Wegesrand. Die gr0ße Wolfsschlucht kam immer näher. Die Gumpen vor dem Steilhang waren mit meterhohem, harten und dreckigem Schnee bedeckt. Über diesen stapften wir zur feuchten Wand, an der sich der Pfad über Felsen und Sturzbäche, teilweise durch Drahtseile gesichert, steil bergauf wand. Zwischen den Felsen ein Grat, bewachsen mit Laubbäumen, die verwelkten Blätter des vergangenen Herbstes am Boden. Auf dem Bergrücken angekommen, wehte ein kalter Wind, wir zogen unsere Jackenan, rasteten, in Blumenwiesen, gelb und viel enzianblau. Bis zum felsigen Gipfel war es nicht mehr weit, das letzte Stück schlängelten wir uns durch Latschenkieferwald.

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