Notizen aus der Wirklichkeit

Beiträge vom September 2008

München, 28.09.2008 | Sexstreik

September 28, 2008 · Kommentar schreiben

22:15 Uhr. In einem südtürkischem Dorf funktioniert die Trinkwasserversorgung nur unzureichend, obwohl es in Nähe eine Quelle gibt, die sehr wahrscheinlich dafür in Frage kommt. Die Männer der Ortsverwaltung unternehmen allerdings seit Jahren nichts, um die Qualität des Wassers dieser zu prüfen und anschließend eine Wasserleitung zu bauen. Damit sich endlich etwas bewegt, sind die Frauen des Dorfes in einen Sexstreik getreten, die Männer dürfen sich ihnen erst dann wieder sexuell nähern, wenn das Trinkwasser in den Wasserhähnen der Wohnungen und Häuser ankommt. Das ist klare Politik.

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Oberammergau, 21.09.2008 | Grosser Aufacker

September 21, 2008 · Kommentar schreiben

13:05 Uhr. Morgens im Hauptbahnhof München holt ein Mann einen Becher aus dem Mülleimer, trinkt den Rest Kaffee darin hastig aus und wirft ihn wieder zurück. Der Zug in die Berge ist nicht sehr voll. In Oberammergau läuft neben mir ein junger Typ mit einem blauen Kapuzenpulli, der mit seinem Handy sehr laut Bushido hört. Auf dem Gipfel sitzen zwei Frauen in den Fünzigern, die sich über Olivenölsorten unterhalten. Der Zug zurück nach München ist übervoll, da in München Wiesnzeit ist.

Kategorien: Berge

München, 18.09.2008 | Gratisbeerdigung

September 18, 2008 · Kommentar schreiben

23:01 Uhr In Süditalien gab es kürzlich es bei einer Tombola eine richtige gute Beerdigung zu gewinnen, mit einem gepolsterten Luxussarg, einem Grabstein und einem schönen Platz auf dem örtlichen Friedhof. Selbst das kupferne Grablicht fehlte nicht. Vielleicht sind solche Gewinne in Zukunft mehr wert wie beispielsweise ein Auto.

Kategorien: Alltag · Wirklichkeit

München, 11.09.2008 | Das Alter des Gehirns

September 11, 2008 · Kommentar schreiben

23:00 Uhr. Das Gehirn eines Menschen altert ebenso wie die restlichen Zellen des menschlichen Körpers. Allerdings kann auch bei älteren Menschen die Gehirnsubstanz durch entsprechendes Training noch zunehmen & damit der Verfall etwas aufgehalten werden. Das ist eine der Erkenntnisse des 81. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.
Der Mensch kann es sich aussuchen, möglicherweise: Langsam abbauen in jeglicher Hinsicht // oder seinen Körper lieben und ihn trainieren, bis dann letztendlich doch wieder zu dem Staub wird, aus dem er entstand.

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